Migräneformen

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Gewöhnliche Migräne ohne Aura

Diese Form der Migräne die häufigste Form der Migräne, sie betrifft etwa 80 bis 85 % der Patienten. Eine Migräne ohne Aura ist eine solche, wenn mindestens zwei Attacken ohne Aura waren. Hauptkriterien sind:

– einseitiger Kopfschmerz, Seiten können durchaus wechseln
– mittlere bis starke Schmerzen
– klopfende oder pochende Schmerzen
– Verstärkung durch körperliche Anstrengung, z. B. Treppensteigen

Zusätzlich muss Übelkeit, Erbrechen, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit dabei sein. Unruhe, launisches Verhalten und Erregungszustände können auftreten und eine Migräneattacke ankündigen. Die Vorboten können sich mehrere Tage vor der eigentlichen Migräneattacke zeigen. Die Migräneattacke selbst dauert zwischen vier Stunden und drei Tagen und kann von Übelkeit und Erbrechen, Phono- und Photophobie begleitet sein. Bei Kindern ist die Migräneattacke in der Regel von kürzerer Dauer, der Kopfschmerz ist bei ihnen aber auf beiden Seiten. Bei Frauen haben die Migräneattacken oftmals einen Zusammenhang mit der monatlichen Blutung.

Experten teilen die Migräne bei Frauen daher in drei verschiedene Untergruppen ein:

– nicht menstruelle Migräne
– menstruationsassoziierte Migräne
– rein menstruelle Migräne

Die klassische Migräne mit Aura

Die klassische Migräne geht einher mit einer Aura, die sich in Sehstörungen wie Halbseitenblindheit, Lichtblitzen oder Wahrnehmung bunter, gezackter Linien oder Flackern, äußert. Auch Gefühlsstörungen wie Prickeln, Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen und Sprachstörungen treten auf. In der Regel halten diese Symptome 20 bis 30 Minuten, in seltenen Fällen länger als eine Stunde an. Nach der Migräneattacke mit Aura tritt die Kopfschmerzphase ein, welche ohne Aura aber mit den typischen Symptomen einhergeht.
Eine Migräne mit Aura äußert sich wie folgt:

– vollständig zurückgehende Sehstörungen, Gefühlsstörungen oder Sprachstörungen
– Aurasymptome welche sich langsam entwickeln und nach spätestens einer Stunde langsam abklingen

Migränekopfschmerz mit Aura

Diese Art der Migräne stellt die häufigste Form dar. Bei Patienten mit dieser Migräneform, folgt nach der Aura die Kopfschmerzphase, welche ohne die klassischen Symptome auftreten.

Aura ohne Kopfschmerzen

Bei der Migräne mit Aura aber ohne Kopfschmerz handelt es sich um die seltenste Migräneform. Männer sind von ihr häufiger betroffen als Frauen.
Nach der Aura folgt keine Kopfschmerzphase, wie es sonst üblich ist. Mit steigendem Alter der Patienten, kann sich eine Migräne verändern. Eine Migräne mit Aura aber ohne Kopfschmerzen, kann zu einer Migräne ohne Aura und ohne Kopfschmerzen werden.

Familiäre Migräne

Von einer familiär gehäuften Migräne spricht man, wenn mindestens ein Verwandter aus dem ersten oder zweiten Grad dieselben Symptome zeigt. Symptome wie Geistesabwesenheit bis hin zum Koma, erhöhte Temperatur und Verwirrtheitszustände können auftreten. Als Auslöser konnte ein Gendefekt festgestellt werden. Auf den Chromosomen 1,2 und 19 konnten Veränderungen festgestellt werden. Es wird zwischen drei Typen unterschieden:

– Typ I FHM1
– Typ II FHM2
– Typ III FHM3

Sporadische hemiplegische Migräne

Diese Migräneform gleicht der familiären hemiplegischen Migräne. Der einzige Unterschied besteht darin, dass keine vergleichbaren Fälle in der nahen Familie vorkommen.
Sie kommt vergleichbar häufig vor wie die familiäre Form und ist bei Männern öfter festzustellen als bei Frauen.

Migräne vom Basilaristyp

Die Basilarismigräne tritt häufig bei jungen Erwachsenen vor. Die Symptome können folgende sein:

– Sprachstörungen
– Tinnitus
– Schwindel
– Sehstörungen beider Augen sowohl im vorderen als auch im seitlichen Gesichtsfeld
– Störungen der Bewegungskoordination
– Geistesabwesenheit
– locked-in-Syndrom (vollständige Bewegungslosigkeit bei klarem Bewusstsein, Dauer: 2 bis 30 Minuten)
– Bickerstaff-Syndrom (senkrechte Augenbewegungen während des locked-in-Sydroms)

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